Ansprache Christentum - Judentum
Gedankenimpuls:
Ich bin in einem Elternhaus groß geworden, wo der Judenmord nationalsozialistischer Zeit immer wieder Thema war – und das Unrecht und die Unmenschlichkeit, die darin lag. Meine Eltern, 1940 getraut, haben in den direkten Nachkriegsjahren u.a. Dachau aufgesucht – um das Unbegreifliche vielleicht irgendwie fassen zu können.
Die Auseinandersetzung damit hat mich geprägt. Ich erinnere mich noch an den Ausschwitzprozess im Fernsehen – und als Kind noch – wie dazu Menschen unterschiedliche Haltungen einnahmen. Meine Eltern waren da eindeutig. Das hat mich in der Oberstufe nach Israel geführt – zu einem Kibbuzeinsatz. Wir waren die ersten Deutschen dort 1977. Es waren für alle: die Kibbuzniks und uns bewegende Wochen.
Einige sprachen zum ersten mal wieder Deutsch, haben von ihrem Schicksal erzählt. Das war noch einmal eine andere Erfahrung wie die Erzählungen der Eltern und Familie oder Gespräche über jüdisches Leben und Leid…


