Spiritualität

Bausteine für einen Gottesdienst an Silvester 2020

Koffer

Foto: Clara Diercks  / pixelio.de

        

Einführung:

Im letzten Jahr kursierte im Internet eine kleine Zeichnung von einem Kind, das die Hände gefaltet hat und zu Gott betet. Daneben stand: Lieber Gott, kannst du bitte 2020 löschen und neu installieren? Es hat ein Virus.

Dies Jahr wäre besser nicht gewesen – so werden sicher viele denken: die krank geworden sind, die Angehörige verloren haben, die in Existenznot geraten sind, die unter dem Lockdown gelitten haben. Aber es gibt auch das andere. Eine Frau sagte mir: Dies war für mich ein gutes Jahr: Ich habe Arbeit und eine Wohnung gefunden. Meine Mutter musste operiert werden und alles ist gut gegangen.

 

Das alte Jahr, es ist wie ein Koffer vollgestopft mit Ereignissen: gute und schlechte. Wir können nur mit diesem Koffer in das Neue Jahr reisen. Auch das, was wir gerne auspacken würden, wirkt noch irgendwie nach, nichts lässt sich rückgängig machen. Aber mit dem Propheten Jesaja hoffen wir: „Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihrs denn nicht?“ (Jes 43,18-19). 

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Bausteine für einen Hausgottesdienst

am 1. Sonntag nach Weihnachten – Thema „Staunen“

Staunen


Liedvorschlag: GL 251

Menschen, die ihr wart verloren,

lebet auf, erfreuet euch.

Heut ist Gottes Sohn geboren,

heut ward er den Menschen gleich.

Lasst uns vor ihm nie niederfallen,

ihm soll unser Dank erschallen:

Ehre sei Gott!

Ehre sei Gott!

Ehre sei Gott in der Höhe!

Einführung:

Gehen Sie gerne in den Zirkus oder ins Varietee? Kennen Sie das, wenn unter der Zirkuskuppel Akrobaten in schwindelerregender Höhe ihre Kunststücke vorführen und das Publikum den Atem anhält? Ob Trapezkünstler, Zauberer oder Jongleure: Sie alle versetzen die Zuschauer in pures Staunen. Dieses Staunen ist verbunden mit der Bewunderung, dass so etwas möglich ist, ja, dass der Bereich des Möglichen so ausgeweitet werden kann.

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Predigt vom Sonntag, 27.12.2020 – Thema: „Staunen“

Über das Staunen hat Christian Morgenstern ein kleines Gedicht geschrieben:

„Erschrocken staunt der Heide Schaf mich an,

als säh's in mir den ersten Menschenmann.

Sein Blick steckt an: Wir stehen wie im Schlaf.

Mir ist, ich säh zum ersten Mal ein Schaf.“

 

Staunen heißt: neu zu sehen, als sähe man überhaupt zum allerersten Mal. Staunen bedeutet, sich heraus reißen zu lassen aus der Art und Weise, wie man und frau normalerweise die Wirklichkeit wahrnimmt, aus allem Gewohnten, aus dem Alltagstrott. Staunen heißt, alle Gewissheiten über Bord zu werfen und ganz neu anzufangen. Insofern ist Staunen auch Irritation und hat etwas Revolutionäres.

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Weihnachtsgruss und Gebet an Gasthaus und Gastkirche 2020


Weihnachtsevangelium: Lukas 2,1-20

(siehe Evangelienbuch)

Wir feiern Weihnachten:

Der große Gott wird klein, geboren als Kind -

nicht in einem prunkvollen Palast,

im grellen Scheinwerferlicht,

sondern in einem Stall, mit einer Laterne und einer kleinen flackernden Kerze vielleicht.

Da ist kein roter Teppich ausgelegt für große Politiker – da gibt es höchstens Stroh,

auf dem man sich hinknien kann.

Gott wird Mensch – Wahnsinn :

darum können wir mit Menschen vor uns, mit Menschen aller christlichen Schattierungen, aber auch anderer Religionen beten:

Gott, Du machst Dich klein für uns

und ergreifst Partei für das Kleine damit.

Du suchst einen Platz / eine Herberge / ein Dach über den Kopf

und stellst Dich damit an die Seite aller, denen man keinen Platz geben will.

Du lässt Dich auf die Menschen ein – und riskierst dabei dein Leben – weil es

Dir um unser Leben – um ein gutes Leben für alle in Gerechtigkeit, Respekt und Liebe geht.

Dank sei Dir: heute besonders – und immer wieder in Jesu Namen . Amen.

Meistens wird Gott ganz leise Mensch,

von der Öffentlichkeit unbemerkt:

Engel singen nicht

Hirten und Schafe sind nicht zu sehen

und Könige erst recht nicht…

Meistens wird Gott ganz leise Mensch:

da – wo einer die Tür für einen anderen aufmacht und sagt: komm herein

da – wo eine die Zigarette teilt und sagt: willste?

da - wo einer den anderen in den Arm nimmt und zwei sich gern haben

Meistens wird Gott ganz leise Mensch:

in einer kleinen Wohnung

in einem Krankenzimmer

in einer Asylunterkunft

Meistens wird Gott da Mensch – wo Menschen zu Menschen werden

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Weihnachten 2020

Corona hat uns eingesperrt

viele soziale Kontakte wurden ausgesperrt

Berührungen und Umarmungen haben keine Chance

Erkrankte, Alleinstehende, Obdachlose, Flüchtlinge…

Menschen sind verzweifelt: bei uns und weltweit…

 

Die Herbergssuche vor 2000 Jahren – ganz ähnlich.

 

Gott wird Mensch:

Niemand bleibt ein- oder ausgesperrt,

niemand unberührt und auf Distanz…

Allen Menschen wird Heil zuteil.

Die Hoffnung wird konkret – im Kind in der Krippe,

das menschlich einlädt…


     GESEGNETE WEIHNACHTEN

              wünscht

                 die

            Gastkirche


Die Gastkirche ist offen: Willkommen!

Krippe und weihnachtliche Atmosphäre laden ein.

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