Spiritualität

Osteransprache zu Mt. 28, 1-10 

(2026 Ludger Ernsting)

Wer von Euch / Ihnen kennt keine Angst? 
Als kleiner Junge hatte ich Angst, wenn ich – allein – die Kellertreppe herunter in den spärlich beleuchteten Keller musste, wo hinter dem Apfelregal absolut dunkler Schattenraum war, wo die Schritte anders klangen und wo es im Halbdunkel still war,
so dass ich oft gesungen habe oder gepfiffen, wenn ich in diesen Angstbereich musste…

Als junger Mensch hatte ich Angst vor den Waffenarsenalen der Großmächte rechts und links von uns und als dann noch – im sogenannten „Overkill“ - nachgerüstet werden sollte – hat mich die Angst auf die Straße getrieben… zu den großen Friedensdemonstrationen…- aus Angst vor Zerstörung und Vernichtung...

Mit der Mitte meines Lebens bekam ich immer mehr Angst vor der Rückkehr des Faschismus im Denken, in den Worten und Taten von Mitbürgern in unserem Land… Ich hatte guten Geschichtsunterricht und in der Familie war der Nationalsozialismus und das, was er mit sich gebracht hatte, ein offenes und klares Thema. Rechtsradikalität machte und macht mir Angst…

Und in der letzten Zeit – erlebe ich – verdichtet - Angst um meine kranken Geschwister…
Angst: sie geht mit durch´s Leben- wenn auch unterschiedlich jeweils für den einzelnen und mit einem wechselnden Gesicht in den jeweiligen Lebensphasen:
- Angst um die Partnerschaft
- Angst um ein eigenes Kind ( klein oder groß ) in seiner / ihrer Entwicklung
- Angst,einer beruflichen Herausforderung oder Veränderung nicht gewachsen zu  sein

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Predigt zum Abschiedsgottesdienst

(August 2025 Ludger Ernsting)

Paulus schreibt an die christliche Gemeinde in Rom. (Römerbrief 11,12-13)
Lasst euch von der Geistkraft entzünden und dienet der Zeit (griechisch: kairos - Zeit; meist wird hier übersetzt: kyrios – Herr)
- in der Hoffnung froh
- in der Bedrängnis geduldig
- im Gebet beharrlich.
An den Nöten der Menschen nehmt Anteil und seid jederzeit gastfreundlich.
Lukas schreibt (Lukasevangelium 4, 8. 11. 13)
Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, dann...
 ...wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
 ...wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein...

Olaf Schweda, Gast unseres Hauses, hat das Nagelkreuz von Coventry zu Beginn hier auf den Altar gestellt: Symbol für Frieden und Versöhnung.
Nach der Totalzerstörung Coventrys als erste englische Stadt durch Nazideutschland -
hat das dortige Domkapitel direkt danach gewagt zu sagen:
Hass ist nicht unsere Antwort auf Hass und Zerstörung.

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Osterpredigt

(2025 Ludger Ernsting)

Dieser Morgen – nach dieser Nacht – ist anders…

Das ahnen die Frauen im Evangelium nicht auf ihren Weg hin zum Grab:
Maria Magdalena, Maria, die Mutter des Jakobus und Salome.Guter Gewohnheit nach – wollten sie den toten Jesus einbalsamieren...und dann: der Stein ist ver-rückt.Und dann fängt`s an… - so versucht der Evangelist Markus das Unbegreifliche in Worte zu fassen…
Dieser Morgen – nach dieser Nacht – ist anders…
Das möchte ich auch so österlich sagen  / sagen können– nicht weil Ostern ein bewegender Gottesdienst sein kann und Ostern überhaupt gut tut – mit den Feiertagen und dem, was sich damit verbindet – von den leckeren Marzipaneiern bis zur schönen großen Kaffeerunde / bzw. für jemanden anderen : die schönen Urlaubstage auf der Insel oder anderswo…
Sich immer wieder neu von dem Unbegreiflichen ergreifen lassen – das ist nicht einfach… klar können wir Ostern feiern wie´s Frühlingsfest oder die Palmkirmes.

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Synode 1

RE- leuchtet 2024

„Feuer und Wasser“

Wir begrüßen Sie herzlich in der Gastkirche: Willkommen!
Feuer und Wasser sind die Elemente der diesjährigen RE-leuchtet- Wochen.
Dem Wasser begegnet man an diesem Ort gleich im Eingangsbereich: dort befinden sich zwei Wasserschalen, die die als Christen getauften Mitmenschen an die Taufe
erinnern. Mit dem Wasser der Taufe beginnt Gottes Freundschaft mit einem Menschen in besonderer Weise….
Aber es gibt noch mehr Orte in dieser kleinen Kirche, die so etwas wie „Quellorte“ christlichen Lebens sind – besonders der Tisch Jesu in der Mitte und das Altarbild.

Die blauen Hinweisschilder an den beiden Altartischen erzählen davon.

Dem Feuer begegnet man an den vielen Kerzenorten im Kirchraum. Sie machen etwas deutlich von dem, was sich an diesem Ort mit „ göttlichem Licht“ verbindet.
Die Erdkugel mit den Kerzen auf den Kontinenten erinnert an das, was uns für diese Welt „unter den Nägeln brennt“. Die Kerzen an der Plastik von Maria und Jesus
drücken vielfach die Sehnsucht von Menschen in schwieriger, dunkler Situation aus -wo man sich „Licht erhofft“. Manches Licht ist dort eine Brücke zu einem Menschen „für den man
durch´s Feuer geht“ – und den man in dessen Situation Jesus anver-traut. Das Feuer der Osterkerze symbolisiert das göttliche Licht – und das, wofür man als Christin und Christ „brennen“ möchte.

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