Spiritualität

Impuls für den 3. Sonntag der Osterzeit

Bäume

Psalm:      

Die Bäume werden in den Himmel wachsen,

dass ihre Kronen das Licht trinken,

ihre Wurzeln aber sind fest vergraben in der Erde.

 

Die Träume werden in den Himmel wachsen,

dass sie sich ausbreiten

und entfalten bis zum Himmelszelt

und kehren wieder zurück auf die Erde;

geerdete Träume bekommen Hand und Fuß.

 

Güte und Treue begegnen sich wieder,

Gerechtigkeit und Frieden küssen sich.

Die Treue wächst auf der Erde

und die Gerechtigkeit schaut vom Himmel herab.

 

Mit meinem Leben wachse ich dem Himmel entgegen,

und der Himmel kommt mir entgegen;

er breitet sich unter meinen Füßen aus

wie Hände, die mich halten.

 

Ich möchte Leuchtspur auf der Erde sein,

damit die Wege auf ihr begehbar und hell werden.

Güte und Treue begegnen sich wieder,

Gerechtigkeit und Frieden werden sich küssen.

Die Treue wächst auf der Erde

und die Gerechtigkeit schaut vom Himmel herab.

 (Uwe Seidel)

 

Gemeinsame Fürbitte:

Wir beten für alle Menschen,
die unter der Corona-Virus-Pandemie leiden
und unter deren Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft –
in Deutschland und Europa und überall auf der Welt.

Wir beten für Forscherinnen und Forscher und alle,
die Entscheidungen treffen müssen in Politik, Verwaltung und Unternehmensleitungen.
Wir beten für die Menschen, die seit Wochen in Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln ausharren, insbesondere für die unbegleiteten Kinder und Jugendlichen.

Wir beten für alle, die ihre Kranken und sogar die sterbenden Angehörigen nicht besuchen und begleiten dürfen;
für alle, die sich nach menschlicher Nähe in ihrer Einsamkeit sehnen.

Wir beten für unsere muslimischen Nachbarn und für alle, die unter vielen Einschränkungen den heiligen Fastenmonat Ramadan feiern. Für alle, die an den einen Gott glauben;
für alle, die aktiv Frieden suchen und stiften - auch zwischen den verschiedenen Religionen.

Gott des Lebens, dir vertrauen wir unsere Bitten an. Amen.

Tomáš Halík: Christentum in Zeiten der Krankheit

Unsere Welt ist krank. Ich meine damit nicht nur die Pandemie des Coronavirus, sondern auch den Zustand unserer Zivilisation. Das globale Phänomen der Corona-Pandemie macht dies deutlich. Es ist, biblisch gesagt, ein Zeichen der Zeit.

Viele von uns haben noch zu Beginn dieser ungewöhnlichen Fastenzeit gedacht, dass
diese Epidemie zwar einen kurzfristigen Blackout verursache, eine Störung der
gewöhnlichen Abläufe der Gesellschaft, dass wir aber alles irgendwie überstehen werden und dann bald wieder zum alten Modus zurückkehren könnten. Aber so wird es nicht kommen. Und es wäre schlecht, wenn wir uns darum bemühen würden.

Weiterlesen: Christentum in Zeiten der Krankheit

Impulse zu den Kar- und Ostertagen 2020

Textauszug P. Stutz - zur Coronazeit

Unser gemeinsames Wohnen im Schöpfungshaus

ist zerbrechlich und frag-würdig geworden

wir sind auf uns selbst zurückgeworfen

schonungslos konfrontiert mit der Härte des Lebens

 

In der Achterbahn der Gefühle

wechseln sich Angst und Vertrauen ab

dunkle Gedanken wollen uns isolieren

in der Panik vor dem Zugrunde gehen

 

Der erfahrene Wegbegleiter aus Nazareth

bestärkt uns in seiner Trotzdem-Hoffnung

unserem Dasein endlich auf den Grund zu gehen

weil die Würde allen Lebens uns verbindet

 

Manchmal feiern wir ganz unerwartet

sogar mitten in der Krise ein Fest der Auferstehung

Ängste und Verlorenheit werden aufgeweicht

und ein Vertrauen in die Liebe ist da

Impuls zu Ostern

OsterkerzeWir haben nichts in den Händen

  nur

ein kleines Licht

im Dunkeln

 

Wir haben nichts vor Augen

nur

ein paar erschrockene Menschen

die es nicht fassen können

dass

ER lebt: Ostern

                                               (Lothar Zenetti)

 

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